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AktienCheck: Aareal Bank unterschätzter Nischenplayer aus dem Bankensektor 22.02.2012
AC Research
Westerburg (www.aktiencheck.de) - Der Analyst von AC Research, Sven Krupp, stuft die Aktie der Aareal Bank (ISIN DE0005408116 / WKN 540811) von "kaufen" auf "akkumulieren" zurück.
Die Aareal Bank zähle zu den führenden internationalen Immobilienspezialisten. Dabei sei der Konzern auf den drei Kontinenten Europa, Nordamerika und Asien vertreten. Das Unternehmen sei in die drei Bereiche Strukturierte Immobilienfinanzierungen, Consulting/Dienstleistungen sowie Geld- und Kapitalmarkt aufgeteilt.
Gestern habe die Aareal Bank vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 präsentiert. Obwohl diese gut ausgefallen seien, habe der Titel mit einem Abschlag von mehr als 9% zu den größten Verlierern im MDAX (ISIN DE0008467416 / WKN 846741) gezählt.
Nach Unternehmensangaben habe sich für 2011 unter Berücksichtigung des Sonstigen betrieblichen Ergebnisses von -14 Mio. (Vorjahr: -9 Mio.) Euro insgesamt ein Konzernbetriebsergebnis von 185 Mio. Euro, nach 134 Mio. Euro im Vorjahr ergeben. Nach Abzug von 52 Mio. Euro Steuern und Ergebnisanteilen Fremder Dritter (19 Mio. Euro) habe der auf die Gesellschafter der Aareal Bank AG entfallende Jahresüberschuss 114 Mio. (Vorjahr: 76 Mio.) Euro betragen. Nach Abzug der Nettoverzinsung der SoFFin-Einlage (21 Mio. Euro) sei ein Konzerngewinn von 93 Mio. Euro erwirtschaftet worden, nach 46 Mio. Euro in 2010.
Für Enttäuschung habe der Ausblick für 2012 gesorgt. Aufgrund sich verschlechternder Rahmenbedingungen und der Sorge um einen breiteren Wirtschaftsabschwungs erwarte die Unternehmensführung ein Konzernbetriebsergebnis, welches leicht unter dem Wert aus 2011 liegen dürfte.
Die publizierten Vorabzahlen sind nach Einschätzung der Analysten von AC Research gut ausgefallen und der Immobilienspezialist habe u.a. davon profitiert, dass sich verstärkt Konkurrenten vom Immobilienmarkt zurückgezogen hätten. Auch wenn die Guidance für 2012 für leichte Ernüchterung gesorgt habe, sehe man diesen nicht so pessimistisch wie es der Markt gestern getan habe. Wobei nicht unberücksichtigt bleiben dürfte, dass sich die Aktie der Aareal Bank seit Ende November 2011 fast verdoppelt habe und somit einige nach der sehr guten Performance Gewinne realisiert hätten.
Mittel- bis langfristig sehen die Analysten von AC Research durchaus weiteres Kurssteigerungspotenzial. Erstens gebe es inzwischen erste Anzeichen einer Bodenbildung für den US-Immobilienmarkt. Zweitens würden zahlreiche Frühindikatoren auf eine Stabilisierung der Weltwirtschaft hindeuten, so dass auch für die weiteren wichtigen Märkte der Aareal Bank eine stabile Entwicklung erwartet werden könne. Drittens befänden sich italienische Staatsanleihen im Portfolio des Unternehmens. Dies werde von einigen als kritisch angesehen, wodurch möglicher Abschreibungsbedarf bestehe. Man könne dies aber auch als Chance auslegen, unter der Voraussetzung, dass mittelfristig eine Lösung für die Euro-Schuldenproblematik gefunden werde. Und schaue man sich derzeit die Renditeniveaus bei den Neuemissionen aus Italien und anderen Peripherieländern an, scheine der Markt mit einer solchen zu rechnen, denn die Zinssätze seien zuletzt deutlich gesunken.
Insgesamt habe sich das Chance/Risiko-Verhältnis für Bankenwerte zuletzt merklich verbessert. Sollte sich in der Euro-Schuldenkrise eine nachhaltige Lösung abzeichnen und es in diesem Jahr nicht unerwartet doch noch zu einer tiefen Rezession kommen, sollte der Bankensektor zu den Outperformern gehören. Hier halte man die Aareal Bank für einen aussichtsreichen und unterschätzten Nischenplayer, mit einem soliden Geschäftsmodell und einer guten Kapitalausstattung.
Da der Wert zuletzt aber sehr gut performt hat, stufen die Analysten von AC Research die Aareal Bank-Aktie unter kurzfristigen Gesichtspunkten dennoch von "kaufen" auf "akkumulieren" zurück. Sollte die Konsolidierung anhalten, böten Kurse um 16 Euro ein interessantes Einstiegsniveau. (Analyse vom 22.02.2012) (22.02.2012/ac/a/d)
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